Kredite statt Almosen - Mikrokredite in Uganda

In Uganda, einem der ärmsten Länder der Welt, sind die Menschen nach mehr als 20 Jahren Bürgerkrieg aus den Flüchtlingslagern in ihre verwüsteten Dörfer zurückgekehrt. Mit leeren Taschen, doch voller Ideen.

In Norduganda gründeten einige Dorfmitglieder die erste Spar- und Kreditkooperative. Diese so genannte SACCO bietet ihren Mitgliedern Kleinstkredite an – etwa für den Kauf einer Nähmaschine, einiger Hühner oder Saatgut. Geliehenes Geld für den geschenkten Frieden und einen wirtschaftlichen Neuanfang.

Mikrokredite - solides Instrument der Armutsbekämpfung

Für eine nachhaltige Armutsbekämpfung in Ländern wie Uganda ist eigenverantwortliches Handeln der Armen ebenso wichtig wie die Fähigkeit, selbständig zu wirtschaften. Deshalb gründen immer mehr Menschen in Uganda sogenannte SACCOs. Das sind Spar- und Kreditkooperativen, die für die meisten Menschen in Uganda die einzige Möglichkeit sind, sich Zugang zu einem Geldservice zu verschaffen; sei es, um einen Kleinkredit aufzunehmen oder um Geld anzusparen.

20 Cent pro Woche

en Zuspruch für SACCOs kann auch Reinhold Hoernle vom Deutschen Entwicklungsdienst DED bestätigen. Er arbeitet bei der Midnorth Private Sector Development Company in Lira und hilft dabei, neue Mikrofinanzierungsinitiativen aufzubauen. Oft, sagt Reinhold Hoernle, geht es um Beiträge von 500 oder 1000 Uganda Shilling pro Woche, wenn die Bewohner eine kleine Spargemeinschaft gründen. Das sind umgerechnet 20 bis 40 Cent. Das hört sich nach wenig an, aber für Viele ist selbst so ein kleiner Betrag kaum erschwinglich – und das hat in Uganda einen historischen Hintergrund.

Hier finden Sie eine Kreditberatung online.

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